23. August 2013, 14:16 Uhr, Etoya

ESO: Im Gespräch mit Matt Firor

0
de Matt

Nach den letzten Tage hatten auch wir nun die Gelegenheit, in Zusammenarbeit mit Scharesoft, ein Interview mit Matt Firor zu führen, bei dem wir einige Sachen aus den letzten Tagen nochmal Revue passieren lassen und seine Meinung dazu hören wollten.

Unter anderem haben wir ihn zu seiner Entscheidung für ein Abo-Modell befragt, gingen etwas mehr auf die einnehmbaren Festungen und PvP-Schlachten ein und haben einen kleinen Versuch gewagt, etwas “noch geheimes” zu entlocken. Für diejenigen unter euch, die dem Interview nicht ganz folgen können, haben wir unter dem Video eine kleine Zusammenfassung verfasst.

Wir haben erfahren, dass man sich mit den Modellen der anderen Spiele vertraut gemacht hat und die verschiedene Möglichkeiten überlegt habe. Das Abo-Modell wäre dabei die beste Option gewesen, da es in vielen Spielen so ist, dass man dort für mehr Features extra zahlen muss. Bei ESO zahlt man einmal im Monat und erhält alles, was es dort zu entdecken gibt. Mit dem stetig wechselndem Content spart der Spieler daher Geld, anstatt alles nochmal seperat zu bezahlen. Das Geld soll also außerhalb des Spieles bleiben. So bleibt ESO also ein “Premiumspiel” und behält seine Qualität. Natürlich wurde auch gefragt, ob es einen alternativen Plan gäbe, falls das Abo-Modell scheitere, aber dieser ging Matt etwas aus dem Weg und reagierte nur mit den Worten, dass ESO mit dem Abo-Modell arbeite und dieses auch so veröffentlicht werden würde.

Natürlich haben wir ihm auch nochmal erklärt, dass viele der Leute da draußen glauben, das Abo-Modell wäre längst veraltet wäre. Daher dürfen wir mit einer “Art” Open Beta rechnen, bei der wir das Spiel ausgiebig testen dürfen. Mehrere Informationen dazu wird es jedoch in Zukunft geben.

Bezüglich des maximalen Levels und dessen Zeitaufwand, beantwortete er die Frage mit einer Aussage über seine Kollegen im Büro. Einige von ihnen seien zwar bereits Level 50, aber sind weit davon entfernt ihr “Maximum” erreicht zu haben. Schließlich könne man nach dem Maximallevel weiterhin seine Skills verbessern. Aber jede Allianz hat wohl an die 120 bis 140 Stunden Spieldauer. Da man jede Allianz spielen kann, sind das gute 540 Stunden, die man dort verbringen kann. Natürlich werden die echten Hardcorespieler etwas weniger Zeit brauchen.

Das Leveln soll eher einem Singleplayer ähneln, deshalb ist die Sorge groß, dass man sich in den PvP-Schlachten eher weniger kennt oder keine sozialen Kontakte geknüpft werden können. Matt ging hierbei auf die Art des Spielens ein. Sollte jemand z.B. in einem Dungeon sein und dort nicht zurechtkommen, wird er früher oder später nach Hilfe rufen. In dem Augenblick wird irgendwer seine Hilfe anbieten und man kommt ins Gespräch. Es entstehen Freundschaften, Gilden werden gegründet und das ganze bekommt mehr Aufmerksamkeit als vorher.

Sollten euch irgendwelche Spieler aber nicht freundlich gesinnt sein und euch schickanieren, ärgern und sonstiges in die Richtung, kann man sich natürlich an den Kundensupport wenden. Ansonsten kann man seine Streitigkeiten auch auf dem Schlachtfeld beilegen, wenn man dort mit seiner Gilde gegen diesen Spieler losgeht.

Ein großes Thema, dass viele von uns natürlich verwundert hat, ist die Aufteilung der Zugehörigkeit in Gilden. Man kann mit jeder Allianz in eine Gilde wandern und dort den Gildenchat lesen, aber wenn man nun im PvP ist, kann man sich nicht taktisch absprechen, da der Feind diese Information sofort bekommen könnte. Matt weiß darüber Bescheid und das Team arbeite derzeit an einem System, dass die Zugehörigkeit der Allianzen als Priorität gelegt wird und der Gildenchat darunter angelegt ist. So können Mitglieder der Gilde, die einer anderen Allianz angehören, nicht das lesen, was ihr schreibt.

Da die Gildenzugehörigkeit an den Account gebunden sein wird, kann es schwer sein, mal seine Ruhe vor der Gilde zu haben. Die Entwickler arbeiten aber derzeit an einer Lösung, denn diese Sache wurde auch von den Betatestern bereits angesprochen.

Die Bosskämpfe werden, wie schon einmal erwähnt, nicht mit 50 Fuß großen Monster abgehalten. Ebenfalls soll das ganze mehr einem PvP-Gefecht ähneln, denn der Boss wird eine Gruppe mit sich führen. So müssen wir uns also absprechen, wer an welcher Stelle welchen Gegner übernimmt. Somit spielen wir ein “viele gegen viele” anstatt “viele gegen einen” System.

In jeder Zone erwarten euch 2 Dungeons, jeweils ein öffentlicher und ein instanzierter. 16 Stück gibt es im Spiel frei zu betreten, viele andere durch eure Questreihen. Natürlich können wir uns bei den offenen aussuchen, ob wir diese auf leicht, normal oder schwer spielen wollen.

Die einnehmbaren Festungen, die wir in der Welt von Tamriel finden können, können von jedem angegriffen werden. Dabei können wir vor allem auch die defensiven Einrichtungen wie z.B. den Mauern oder die Türme zerstören. Sollten wir die Festung einnehmen, übernehmen wir diese mit den Schäden. Über ein neues Menü können wir die Festung allerdings reparieren, denn hierfür bedienen wir uns den Farmen und den Minen, die wir gleichzeitig mit erobert haben. Natürlich steht es euch frei, auch die Festung weiter auszubauen, aber alles hat eben seinen Preis. Was hier vor allem interessant ist: Die Fesung kann eingenommen werden, wenn wir offline sind. Eine Absprache innerhalb der Gilde ist daher von Nöten, um immer einen Wachposten zu haben und die Festung im Falle zu verteidigen. Zwar werden NPC euch helfen, aber verlasst euch lieber nicht zu sehr auf diese.

Es wird auch keine Möglichkeit geben, seinen Gegner im PvP einer Klasse zuordnen zu können – außer er greift euch an :)

Matt erklärte uns auch noch einmal genauer, wieso er für ESO ungern die Bezeichnung eines MMORPGs sehe. Laut seiner Einschätzung kann das heutzutage alles sein, während es 2004 noch genau das war, was man sehen konnte. Heute aber gibt es soviele Spiele, die diese Bezeichnung haben, dass ein Außenstehender nichts mehr damit anzufangen wüsste. Deshalb ist ESO ein Online-RPG, weshalb auch RPG Spieler nicht zu kurz kommen sollen.

Über Neuigkeiten für eine Beta in Europa gab er uns lediglich ein einfaches “Coming soon“.

Natürlich konnten wir es uns nicht verkneifen und haben auch nach etwas großartigem und spannendem gefragt, das exklusiv für uns ist, jedoch hat Matt die letzten Tage schon so viel verraten, dass er nichts mehr wüsste, was er uns sagen könnte. Deshalb ging er noch einmal auf die veränderbaren Klassen ein, die das Spiel so interessant machen, wenn z.B. ein Spieler mit einer dicken Rüstung und einem zweihändigem Schwert auf jemanden zurennt, aber eigentlich nur der Heiler ist. Was ihn besonders stolz macht, ist die IT-Abteilung und dessen Arbeit, wie diese ESO als Ganzes angeht.

  • Diesen Artikel empfehlen:
Immer in Deiner Nähe!
Google+
RSS
Poll

Die ESO Konsolenversion verschiebt sich gewaltig. Kauft ihr sie trotzdem?

Ergebnisse anzeigen

Loading ... Loading ...
Newsletter Registrierung
Informiert mich, sobald es Neuigkeiten gibt!
Screenshot of the Moment
1-argonian